PreKan

EIN GUTES GEFÜHL UNTERWEGS FINDEN

JUL 2015

Hintergrund

Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Carmeq / Volkswagen Group, einem Unternehmen, das auf mediale Systeme im automobilen Kontext spezialisiert ist.

Mit dem Aufkommen von Google Earth und GPS haben sich Location-Based Services flächendeckend etabliert und die Art und Weise, wie Autofahrer:innen navigieren, grundlegend verändert. Solche mobilen Web- und Cloud-Dienste prägen die interaktive Navigation der Zukunft.
Doch wie verändert sich der mobile Alltag, wenn Fahrzeuge beginnen, sich zu vernetzen? Und wie sollten situationsrelevante Inhalte gestaltet und visualisiert werden, um Fahrer:innen optimal zu unterstützen?

Im Rahmen des Projekts wurden interaktive Services entwickelt, die die Navigation sowohl beim privaten Fahren als auch im multimodalen urbanen Raum vereinfachen. Dabei entstanden zukunftsorientierte Interaktions- und Kartenvisualisierungskonzepte zum Thema „Navigation und Orientierung“, von der Ideenfindung über den Konzeptentwurf bis hin zu interaktiven Klick- und Videoprototypen.

FRAGESTELLUNG

Das Problem

Heutzutage ist das Navigationssystem zu einem unverzichtbaren Begleiter im Alltag geworden. Es hilft uns, unseren Standort zu bestimmen und den richtigen Weg zu finden. Gleichzeitig hat sich jedoch eine starke Abhängigkeit von solchen Systemen entwickelt – viele Menschen fühlen sich unsicher oder überfordert, wenn das Navigationssystem ausfällt. Darüber hinaus kann das System den Fahrer während der Fahrt ablenken, was im schlimmsten Fall zu schweren Unfällen führen kann.

Brainstorming

User Research mit Interview

PERSONA & SCENARIO

Katja und Alex arbeiten beide in Berlin und fahren jeden Tag gemeinsam zur Arbeit.
Sie sind vor kurzem umgezogen. Sie leben zwar immer noch in Berlin, aber in einem neuen Bezirk und kennen die Gegend noch nicht genau.
Während der Fahrt zur Arbeit wollen wie den schnellstmöglichen Weg nehmen. Nach der Arbeit fahren sie noch zur Einkäufe. Da sie jedoch neu in der Gegend sind, kennen sie noch nicht alle Einkaufsmöglichkeiten.
Katja orientiert sich eher an Gebäuden, Geschäften oder anderen Merkmalen. Z.B. muss sie in ihrem alten Bezirk immer am gelben Gebäude in der nächsten Hauptstraße nach rechts abbiegen. Jetzt wo sie die Gegend kaum kennt, wird der Weg morgens vermutlich am Anfang viel länger dauern.
Katja Flint
Secretary, 30 Jahr alt
Alex ist jemand, der sich eher anhand von Straßennamen orientiert, kennt jedoch die Straßen in der neuen Gegend nicht und macht sich daher sorgen, ob der Fahrweg morgens zur Arbeit nun länger als sonst sein wird.
Alex macht sich darüber Gedanken, welcher Weg morgens der schnellste ist. Immerhin müssen beide nun über eine Autobahn fahren und in den Straßenzeit gibt es dort viel Stau. Außerdem gibt es drei Einfahrtmöglichkeiten. Welche Wann die beste Wahl ist, weiß er auch nicht.
Alex Flint
Technician, 35 Jahr alt

bedürfnisse

Die Leute, die in der Stadt schon lange gelebt haben, haben die Hauptstraßen dieser Stadt gekannt.

Konzeption

Navigation mit Routenvorschau

Vor der Fahrt: Routenvorschau
während des Fahrens: Extrem vereinfachte Karte + Bild der Gebäude

Das bietet das Konzept:

Ein guter Zustand unterwegs

Geringe Abhängigkeit von Navigationssystem

Verstärkung des Orientierungssinnes

Vermeidung der Ablenkung

Testen

Datum: 12.06.2015
Ort: Magdeburg
Anzahl den Testpersonen: 5 (2 Männer, 3 Frauen)

Test A

ZIEL

Ob die Bilder + eine abstrakte Routenanzeige dem Benutzer hilft, sein Zielort besser zu finden als mit einer normalen Karte. (Die Strecke ist in 25 Minuten zu Fuß erreichbar.)

WIE

Mit Hilfe einer prägnanten Routenkarte suchen die Testpersonen den Weg zu einer Bäckerei.
Unterwegs erhalten sie vor jeder Kreuzung Bilder von markanten Gebäuden, die ihnen als Orientierungspunkte dienen.

Test B

ZIEL

Ob man den Zielort finden kann, wenn man die Route vorher gelesen habe. (Die Strecke ist in 10 Minuten zu Fuß erreichbar.)

WIE

Vor der Abfahrt studieren die fünf Testpersonen eine Karte, auf der Bilder markanter Gebäude eingezeichnet sind.
Anschließend versuchen die Proband:innen, den Weg allein aus dem Gedächtnis – also ohne Navigationsgerät oder Karte als Hilfsmittel – zu finden.

Ergebnisse

Die Route-Vorschau unterstützt am besten die Route auf Fußgängerweg in 10 Minuten, zum Fahren soll die mit einer reduzierter Routenanzeige kombiniert werden.

Eine reduzierte Form der Routenanzeige + Bilder von Gebäude funktioniert genügend zur Navigieren einer lange-Strecke. 

Die richtige Fahrersperspektive eines Bildes von einem Gebäude ist wichtig.

Alleine mit einer Route-Vorschau ohne Navi-Anzeige kann schon skeptisch sein um lange unbekannte Streke zu fahren.

Konzept Detailieren

Modalität: Gestensteuerung

Warum mit der Gestensteuerung?

  • Abstand zwischen Mensche und Gerät.
  • Die natürliche Gewohnheit bei Weg zeigen
Menschen Foto erstellt von freepik - de.freepik.com

Gesten Definition

SOLL-SZENARIO

3 Szenarien, 3 Medien, immer mit dem Routenvorschau!

1. Zuhause

Medien: TV

Vor dem Abfahrt hat er die Route in ,,Prekan” auf dem Fernsehen mit der Geste zuhause angesehen.  Die Merkmalen Gebäude hat er mit der Farbe auf der Karte makiert.

2. Unterwegs / In der Arbeit

Medien: mOBILE pHONE

Zwischenziel kann er ganz flexible in ,,Prekan” auf seinem Handy eingeben und danach die Route Vorschauen. Die Route kann er auch zum Navi im Auto schicken.

3. Vor dem Ausstieg / Fußgängerweg

Medien: Display im Auto

Der Fußsweg zwischen den Parkplatz und das Grillpark kann er in Prekan auf dem Navi im Auto ansehen. Danach kann er vom Auto aussteigen und zum Grillpark laufen.

Prozess-flow

Wireframe

UI DESIGN

Funktionsweise

video prototyp